Ideenwerkstatt über Chancen und Herausforderungen der Milchverarbeitung & Beschäftigungssicherung in der sozial-ökologischen Transformation.
Das politische Bekenntnis des Landes Niedersachsen zur Klimaneutralität bis 2040 und der damit eingeleitete sozial-ökologische Wandel trifft auch die niedersächsischen Milchviehbetriebe und ihre Verarbeitungsprozesse. Nicht nur müssen zeitnah Maßnahmen zur CO2-Reduktion in den Energie- und Wärmeprozessen eingeleitet werden. Durch die klimatisch notwendige Wiedervernässung der Moore steigt die Flächenkonkurrenz um das Weideland und Milch als Rohstoff erfährt zukünftig eine noch weitere Verknappung.
Vor diesem Hintergrund haben sich Betriebsräte niedersächsischer Molkereien gemeinsam mit der NGG und der Kooperationsstelle Hochschule Gewerkschaften Oldenburg im Rahmen einer ersten – von der NAN und dem NWN organisierten – Ideenwerkstatt Anfang September im DMK Bremen zusammengefunden und über drängende Fragen einer zukünftigen (Neu-)Ausrichtung der Milchviehwirtschaft diskutiert: Welche ökologisch, sozial und ökonomisch tragfähige Perspektiven gibt es in der Milchverarbeitung? Welche neuen, ökologisch und nachhaltige Geschäftsfelder sind denkbar? Welche Transformationsschritte erscheinen sinnvoll, um Beschäftigung zu erhalten? Und welche Rahmenbedingungen braucht es, um attraktive Ausbildungsplätze anzubieten und Fachkräfte zu binden?
Wissenschaftlich unterstützt und begleitet wurde die Ideenwerkstatt vom Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei sowie dem Niedersächsischen Koordinierungszentrum Moorbodenschutz (KoMoor). Vielen Dank für diese bereichernden Impulse.
